Mit dem Recht ist es in etwa so wie mit einem Ferrari: Theoretisch kann jeder einen fahren, praktisch können sich das aber nur die wenigsten leisten.
Die Reklamationszentrale hat es sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern: Mit der neuen Internetplattform Lohnforderung.ch kommen Arbeitnehmer zu ihrem Recht. Ganz einfach und ohne finanzielles Risiko.

Wie die fristlose Kündigung funktioniert
Bei einer schwerwiegenden Verfehlung des Arbeitnehmers kann der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis jederzeit und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist auflösen. Bei einer solchen Kündigung handelt es sich um eine fristlose Kündigung nach Art. 337 Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR). Aber: Wenn ein solcher wichtiger Grund fehlt, dann liegt eine ungerechtfertigte fristlose Entlassung vor, welche den Arbeitgeber teuer zu stehen kommen kann.
Entschädigung von bis zu sechs Monatslöhnen
Als Arbeitnehmer zu seinem Recht zu kommen, ist gar nicht so einfach: Nicht selten stellen sich komplexe, arbeitsrechtliche Fragestellungen, wobei sich der Beizug eines spezialisierten Anwaltes empfiehlt. Doch das ist teuer und jede Minute welcher der Fachmann in die Bearbeitung und in die Beratung investiert, kosten den Ratsuchenden teures Geld. Ganz egal was am Ende dabei herauskommt.

Seit Oktober 2020 gibt es nun aber die Internetplattform lohnforderung.ch und die geht einen ganz neuen Weg: Arbeitnehmende haben hier die Möglichkeit, ihren Rechtsfall von spezialisierten Juristen prüfen zu lassen. Und das völlig ohne finanzielles Risiko. Denn mit Lohnforderung haben Arbeitnehmende die Möglichkeit offene Forderungen gegenüber ihren Arbeitgebern kostenlos einfordern zu können. Nur bei einer definitiven Fallübergabe und im Erfolgsfall wird eine Erfolgsprovision fällig. Christian Jenny, der Leiter des Rechtsdienstes, erklärt, wie die Dienstleistung genau funktioniert.

Herr Jenny, warum soll ich als Arbeitnehmer zu Lohnforderung.ch gehen und nicht gleich zu einem Anwalt?
Wir bieten einige klare Vorteile gegenüber konventionellen juristischen Dienstleistungen: Bei uns hat der Kunde die Möglichkeit, seinen Fall kostenlos beurteilen zu lassen und wir sagen ihm in einen ersten Schritt, wie wir seine Erfolgsaussichten einschätzen und ob sich weitere Schritte in der Sache überhaupt lohnen.

Wenn wir die Erfolgsaussichten in der Sache positiv einschätzen, dann hat der Kunde die Möglichkeit uns mit der Sache zu beauftragen. Wir nehmen ihm dann alles ab: Die Korrespondenz mit dem Arbeitgeber, das Inkasso seiner Forderung und allenfalls der Gang vor Arbeitsgericht.

Je nach Komplexität haben wir auch die Möglichkeit einen spezialisierten Anwalt hinzuzuziehen. Und das alles kostet den Kunden nichts, ausser im Erfolgsfall wird eine Erfolgsprovision fällig.
Und bietet ihre Dienstleistung auch finanzielle Vorteile gegenüber einem Anwalt?
Absolut. Denn bei Lohnforderungen.ch zahlt der Kunde nur dann, wenn wir seine offenen Lohnforderungen, oder aber wenigstens einen Teil davon, erfolgreich beim Arbeitgeber geltend machen können. Ein Anwalt hingegen verrechnet all seine Aufwände stundenweise seinem Kunden. Auch dann, wenn das Mandat für den Kunden nicht erfolgreich zu Ende geführt werden kann. Das Schweizer Recht verbietet es Anwälten, ein sog. reines Erfolgshonorar mit ihren Kunden zu vereinbaren. Unsere Dienstleistung bei Lohnforderung.ch sieht aber genau ein solches, reines pro Bono Modell vor.

Und wie genau berechnet sich der Prozentsatz des Erfolgshonorars, welches Sie dem Kunden bei Lohnforderung.ch verrechnen?
Zur Berechnung des Erfolgshonorars spielen drei Faktoren eine wesentliche Rolle: Die Höhe der offenen Lohnforderung, die Bonität des Arbeitgebers, resp. die Anzahl Mitarbeiter, welche der Arbeitgeber beschäftigt und nicht zu Letzt die Erfolgsaussichten, die unsere Juristen nach eingehender Prüfung in dem entsprechenden Fall einschätzen.

Das klingt kompliziert. Können Sie das näher erklären?
Im Grunde ist es ganz einfach: Nehmen wir einen Kunden, welcher als Sachbearbeiter bei einer Grossbank arbeitet und um seinen vertraglich vereinbarten Bonus von CHF 20'000 geprellt wurde. Hier setzt sich die Höhe des Erfolgshonorars so zusammen, dass eine Erfolgsprovision in der Höhe von 15% an den Kunden verrechnet würde. Resultierend daraus, dass der Kunde bei einem Arbeitgeber mit einer sehr hohen Bonität arbeitet (eine Grossbank beschäftigt weltweit tausende von Mitarbeitern) und es handelt sich um eine hohe Forderung mit einer sehr hohen Aussicht auf Erfolg.

Im Gegensatz dazu läge der Prozentsatz des Erfolgshonorars eines Malers, welcher in einem Zweimannunternehmen eine Lohnforderung von CHF 2'000 geltend macht, bei 33%. Im zweiten Falle ist der Prozentsatz höher, weil für uns im Verhältnis zum ersten Beispiel der Arbeitsaufwand höher und die Erfolgsaussichten tiefer sind. Wir erläutern aber jedem Kunden bei Vertragsabschluss ganz genau und transparent, wie sich das Erfolgshonorar in seinem Falle zusammensetzt und warum.

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